Vermeiden
- Entspannung mit geschlossenen Augen und langes stilles Savasana, falls sie Belastung auslösen; lass die Augen offen und arbeite mit traumasensibel ausgebildeten Yogalehrenden und Therapeut:innen.
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Häufige Fragen
Hilft Yoga bei PTBS?
Studien deuten darauf hin, dass es PTBS-Symptome lindern kann, wenn es die übliche Behandlung ergänzt. In einer randomisierten Studie erfüllten 52 % der Frauen mit chronischer PTBS nach 10 Wochen traumasensiblem Yoga die Diagnose nicht mehr, gegenüber 21 % in der Kontrollgruppe. Die Therapie bleibt die Hauptbehandlung.
Was ist traumasensibles Yoga?
Yoga, das an Menschen mit Traumaerfahrung angepasst ist: Sprache, die Wahlmöglichkeiten lässt, keine Berührungen, offene Augen ausdrücklich erlaubt, eine vorhersehbare Struktur und der Fokus darauf, den Körper im Hier und Jetzt wahrzunehmen.
Welche Yogaübungen sind bei PTBS am besten?
Erdende Haltungen wie Berg, Schneidersitz, Krieger II und Brücke, dazu Katze-Kuh im Atemrhythmus. Wähle Haltungen, die sich sicher anfühlen, und lass alle weg, in denen du dich verletzlich fühlst.
Ist Yoga Nidra bei PTBS sinnvoll?
Einige Studien mit Veteran:innen sind ermutigend, doch geführte Tiefenentspannung kann bei manchen Menschen Belastendes hochholen. Beginne kurz, lass die Augen gern offen und hör auf, wenn du dich unsicher fühlst.
Kann Yoga eine PTBS-Therapie ersetzen?
Nein. Traumafokussierte Therapien wie traumafokussierte KVT, Expositionstherapie und EMDR sind die Hauptbehandlungen. Yoga ist eine hilfreiche Ergänzung.
Was, wenn beim Yoga schwierige Erinnerungen hochkommen?
Öffne die Augen, drück die Füße in den Boden, schau dich um und benenne, was du siehst. Verlangsame deinen Atem. Sprich mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten darüber und ändere oder überspring den Teil, der es ausgelöst hat.
Hilft Yoga bei komplexer PTBS?
Es kann helfen, wenn es sehr sanft, kurz und selbstbestimmt ist. Arbeite parallel mit einer Traumatherapeutin oder einem Traumatherapeuten und lass die Körperwahrnehmung langsam wachsen.
Yoga unterstützt eine Behandlung, ersetzt sie aber nicht. Nimm verordnete Medikamente weiter und sprich vor dem Start mit deiner Ärztin oder deinem Arzt – besonders bei Herzerkrankungen, unkontrolliertem Bluthochdruck, kürzlicher Operation, Schwangerschaft, Epilepsie oder starken Schmerzen.
