So geht’s – Schritt für Schritt
- Setze dich aufrecht mit entspannten Schultern hin oder stehe aufrecht mit den Armen seitlich am Körper.
- Lass den linken Arm hängen oder lege den Rücken des linken Handgelenks auf das linke Knie.
- Drehe die linke Handfläche nach vorn und lass alle fünf Finger gestreckt und entspannt zum Boden zeigen.
- Lege die rechte Hand mit der Handfläche nach oben in den Schoß oder hebe sie mit nach außen gewandter Handfläche auf Schulterhöhe (Abhaya Mudra).
- Atme langsam und stell dir vor, wie du jemandem Freundlichkeit, Hilfe oder Vergebung schenkst.
- Bleibe 5–15 Minuten, drehe dann die Handfläche nach oben, lege die Hand in den Schoß und atme ein paar Mal ruhig.
Wirkung
- Traditionell genutzt für Großzügigkeit und eine gebende Haltung
- Traditionell in der Mitgefühls- und Metta-Meditation (liebende Güte) genutzt
- Traditionell genutzt für Vergebung – anderen und dir selbst gegenüber
- Traditionell zusammen mit der Abhaya Mudra als Zeichen von Schutz und Segen genutzt
- Eine offene, entspannte Hand, die bei langem Sitzen Schultern und Arme lockern hilft
Vorsichtsmaßnahmen
- Wenn Handgelenk oder Ellbogen schmerzen, lege den Handrücken auf den Oberschenkel, statt den Arm vom Körper wegzuhalten.
- Varada Mudra ist ein Symbol und eine Meditationshilfe, keine medizinische Behandlung.
- Begegne Bildnissen des Buddha und hinduistischer Gottheiten mit Respekt, wenn du mit ihnen übst oder sie aufstellst.
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Häufige Fragen
Was ist die Varada Mudra?
Varada Mudra ist die Geste des Gebens: Die Hand ist gesenkt, die Handfläche zeigt nach außen, die Finger nach unten – als würde sie ein Geschenk reichen. Sie steht für Großzügigkeit und Mitgefühl.
Welche Hand wird für die Varada Mudra verwendet?
In der buddhistischen Kunst meist die linke Hand, während die rechte in der Abhaya Mudra erhoben ist oder im Schoß ruht. In der hinduistischen Kunst kann es jede Hand sein.
Welche Wirkung hat die Varada Mudra?
Traditionell wird sie in der Meditation für Großzügigkeit, Mitgefühl und Vergebung genutzt. Sie ist eine symbolische Übung; zu gesundheitlichen Wirkungen gibt es keine Forschung.
Was ist der Unterschied zwischen Varada und Abhaya Mudra?
Varada ist die gesenkte, gebende Hand mit den Fingern nach unten; Abhaya die erhobene, schützende Hand mit den Fingern nach oben. Viele stehende Buddha-Statuen zeigen beide zugleich.
Ist die Varada Mudra dasselbe wie die Varun Mudra?
Nein. Bei der Varun Mudra berühren sich die Spitzen von kleinem Finger und Daumen. Die Varada Mudra ist die offene, gesenkte Hand mit der Handfläche nach außen.
Welche Mudra eignet sich am besten beim Gehen?
Die Varada Mudra passt gut zum langsamen Gehen: Lass die linke Hand offen hängen, die Handfläche nach vorn. Die Gyan Mudra ist eine weitere einfache Wahl.
Kann man die Prithvi Mudra oder Varada Mudra im Schlaf halten?
Du kannst vor dem Einschlafen im Liegen eine sanfte Mudra halten, doch die Hand entspannt sich, sobald du einschläfst – und das ist in Ordnung.
Mudras sind eine traditionelle Praxis für Konzentration und Entspannung. Die Forschung zu konkreten gesundheitlichen Wirkungen ist begrenzt; nutze sie ergänzend zur ärztlichen Behandlung, nicht statt ihrer.