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Garuda Mudra: die Adler-Geste, die Energie hebt

Kreuze die Hände an den Handgelenken, verhake die Daumen und spreize die Finger wie die Flügel eines Adlers. Die Garuda Mudra ist eine kurze Geste für Tage, an denen du dich müde und schwer fühlst.

So geht’s – Schritt für Schritt

  1. Setz dich mit entspannten Schultern aufrecht auf den Boden oder einen Stuhl.
  2. Dreh die Handflächen zum Körper und kreuze die Hände an den Handgelenken, die rechte Hand vor der linken.
  3. Verhake die beiden Daumen, sodass die Hände verbunden sind, und spreize die übrigen Finger weit, wie die Flügel eines Vogels.
  4. Leg die Hände etwa 10 langsame Atemzüge lang auf den Unterbauch, dann 10 Atemzüge auf den Nabel und 10 Atemzüge auf den Oberbauch.
  5. Leg die Hände zum Schluss auf das Brustbein, richte die Fingerspitzen zu den Schultern und halte die Flügel noch ein paar Atemzüge ausgebreitet.
  6. Halte die Geste insgesamt 1–4 Minuten, bis zu dreimal täglich. Löse sie dann und leg die Hände auf die Oberschenkel.

Wirkung

  • Traditionell geübt bei Müdigkeit und Trägheit, um die Energie zu heben
  • Traditionell geübt, um die Durchblutung zu unterstützen und für warme, "wache" Hände
  • Traditionell geübt für das Gleichgewicht zwischen linker und rechter Körperseite
  • Traditionell geübt für Mut und eine leichtere Stimmung, wie ein aufsteigender Adler

Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Bluthochdruck wird sie traditionell vermieden; wähl stattdessen eine beruhigende Mudra und befolge den Rat deines Arztes.
  • Mudras ersetzen keine ärztliche Behandlung. Nimm verordnete Medikamente weiter und geh bei anhaltender Müdigkeit zum Arzt.
  • Verhake die Daumen nur leicht, wenn du Arthritis oder Handgelenkschmerzen hast.

Vollständige Anleitung lesen (Englisch)

Häufige Fragen

Was ist die Garuda Mudra?

Die Garuda Mudra ist die Adler-Geste: Die Hände kreuzen sich an den Handgelenken, die Daumen sind verhakt und die Finger wie Flügel gespreizt. Traditionell wird sie geübt, um die Energie zu heben.

Was sind die wichtigsten Wirkungen der Garuda Mudra?

Traditionell lindert sie Müdigkeit, unterstützt die Durchblutung und gleicht die beiden Körperseiten aus. Klinische Studien dazu gibt es nicht.

Wie lange sollte ich die Garuda Mudra halten?

Halte sie 1–4 Minuten und führe die Hände dabei vom Unterbauch bis zur Brust, bis zu dreimal täglich.

Darf ich die Garuda Mudra bei Bluthochdruck üben?

Die Tradition rät davon ab, weil die Geste anregen soll. Wähl eine beruhigende Mudra mit langsamer Atmung und setz deine Blutdruckbehandlung fort.

Ist die Garuda Mudra dasselbe wie die Adlerhaltung?

Nein. Die Adlerhaltung (Garudasana) ist eine stehende Gleichgewichtshaltung mit umschlungenen Armen und Beinen. Die Garuda Mudra ist nur eine Handgeste, meist im Sitzen geübt.

Verbessert die Garuda Mudra die Sehkraft?

Dafür gibt es keine Belege. Mach bei müden Augen Bildschirmpausen und geh bei Veränderungen deines Sehvermögens zum Augenarzt.

Mudras sind eine traditionelle Praxis für Konzentration und Entspannung. Die Forschung zu konkreten gesundheitlichen Wirkungen ist begrenzt; nutze sie ergänzend zur ärztlichen Behandlung, nicht statt ihrer.

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