Jetzt üben
  1. Startseite
  2. Mudras
  3. Dhyana Mudra (Geste der Meditation)

Dhyana Mudra: die Meditations-Geste, Bedeutung und Haltung

Leg die rechte Hand in die linke, Handflächen nach oben, und lass die Daumenkuppen sich berühren. Es ist die Handhaltung unzähliger Buddha-Statuen und eine der leichtesten Mudras für lange Sitzmeditation.

So geht’s – Schritt für Schritt

  1. Setz dich im Schneidersitz oder auf einen Stuhl, mit aufrechtem Rücken und weichen Schultern.
  2. Leg die linke Hand mit der Handfläche nach oben knapp unterhalb des Nabels in den Schoß.
  3. Leg die rechte Hand mit der Handfläche nach oben darauf, sodass die Finger der rechten Hand über denen der linken liegen.
  4. Heb die Daumen leicht an und lass die Kuppen sich berühren, sodass ein sanftes Oval oder Dreieck entsteht.
  5. Lass die Ellbogen entspannt, schließ die Augen und atme 10–30 Minuten natürlich.

Wirkung

  • Traditionell für tiefe Meditation und innere Stille eingesetzt
  • Traditionell eingesetzt, um einen unruhigen Geist zu beruhigen und Stress vor oder nach der Arbeit abzubauen
  • Traditionell als sanfte Aufmerksamkeitskontrolle eingesetzt: Die Daumen lösen sich, wenn die Konzentration nachlässt
  • Traditionell zum Ausgleich der beiden Körperhälften eingesetzt, da die rechte Hand in der linken ruht
  • Eine entspannte, gestützte Haltung, in der du länger sitzen kannst, ohne dass die Arme ermüden

Vorsichtsmaßnahmen

  • Die Hände sind einfach, das Sitzen ist schwieriger. Nimm ein Kissen oder einen Stuhl, wenn Knie oder Rücken schmerzen
  • Wenn du sehr schläfrig wirst, öffne die Augen ein wenig und richte dich etwas höher auf
  • Wenn beim Schließen der Augen belastende Gefühle aufkommen, lass sie mit weichem, gesenktem Blick offen und halte die Einheiten kurz

Vollständige Anleitung lesen (Englisch)

Häufige Fragen

Was ist die Dhyana Mudra?

Die Dhyana Mudra ist die Handhaltung der Meditation: Beide Hände ruhen mit den Handflächen nach oben im Schoß, die rechte auf der linken, und die Daumenkuppen berühren sich. Es ist die Geste des sitzenden Buddha.

Welche Hand liegt bei der Dhyana Mudra oben?

In der indischen und tibetischen Praxis ruht die rechte Hand auf der linken. Im japanischen Zen liegt die linke oben. Beides ist richtig; entscheide dich für eine Variante und bleib dabei.

Welche Wirkung hat die Dhyana Mudra?

Traditionell vertieft sie die Meditation, beruhigt den Geist und hilft dir, länger still zu sitzen. Die sich berührenden Daumen dienen zudem als Aufmerksamkeitskontrolle: Lösen sie sich, ist deine Konzentration abgeschweift. Sie ist eine sanfte Mudra zum Stressabbau.

Hat die Dhyana Mudra Nebenwirkungen?

Nein. Nebenwirkungen sind kein Thema, denn die Hände ruhen einfach. Unbehagen entsteht, wenn überhaupt, durch die Sitzhaltung – nimm also ein Kissen oder einen Stuhl.

Welche Mudra ist gut für Gehirn und Konzentration?

Die Dhyana Mudra wird für lange, stille Meditation geübt. Für kurze Konzentrationspausen ist traditionell die Gyan Mudra die erste Wahl. Für keine ist eine Wirkung auf das Gehirn belegt, doch regelmäßige Meditation kann die Aufmerksamkeit verbessern.

Wie spricht man Dhyana Mudra aus?

Etwa „DJAA-na MU-dra“, mit weichem, gehauchtem „dh“.

Wie lange sollte ich die Dhyana Mudra halten?

So lange du meditierst. Anfänger können mit 10 Minuten beginnen und auf 20–30 Minuten am Tag steigern.

Was bedeutet Dhyana?

Dhyana (Hindi auch „Dhyan“) ist das Sanskritwort für Meditation; aus ihm gingen über das chinesische Chan das japanische Wort Zen hervor. Die Übung ist überall dieselbe. Oben findest du eine kurze Zusammenfassung auf Hindi, und die geführten Einheiten der Seite gibt es in 28 Sprachen.

Mudras sind eine traditionelle Praxis für Konzentration und Entspannung. Die Forschung zu konkreten gesundheitlichen Wirkungen ist begrenzt; nutze sie ergänzend zur ärztlichen Behandlung, nicht statt ihrer.

Wähle deine Sprache