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Karana Mudra (Geste der Abwehr): Bedeutung, Anleitung und Wirkung

Bei der Karana Mudra bleiben Zeigefinger und kleiner Finger gestreckt, während der Daumen Mittel- und Ringfinger eingeklappt hält. In der buddhistischen Kunst vertreibt sie Hindernisse; im Yoga hilft sie, Sorgen loszulassen.

So geht’s – Schritt für Schritt

  1. Setze dich aufrecht hin und hebe eine oder beide Hände etwa auf Brusthöhe, oder lege die Handrücken auf die Knie.
  2. Klappe Mittel- und Ringfinger in die Handfläche.
  3. Lege den Daumen über die eingeklappten Mittel- und Ringfinger und halte sie sanft fest.
  4. Halte Zeigefinger und kleinen Finger gestreckt, nach oben oder nach vorn gerichtet. Im buddhistischen Stil zeigt die Handfläche nach außen.
  5. Atme langsam aus und stell dir vor, wie Sorgen oder ein schwerer Gedanke mit jedem Ausatmen gehen.
  6. Bleibe 3–5 Minuten, öffne dann die Hand, schüttle sie aus und lege die Handflächen auf die Oberschenkel.

Wirkung

  • Traditionell genutzt, um Sorgen, Angst und kreisende negative Gedanken loszulassen
  • Im Buddhismus traditionell genutzt, um Hindernisse, Krankheit und schädliche Einflüsse abzuwehren
  • Traditionell als kurze „klärende“ Geste vor der Meditation genutzt
  • Traditionell genutzt, um sich bei Angst stabil und geschützt zu fühlen

Vorsichtsmaßnahmen

  • Karana Mudra behandelt weder Angststörungen noch Herzerkrankungen oder Bluthochdruck. Nimm deine Medikamente weiter und hol dir Hilfe, wenn Sorgen Schlaf oder Alltag stören.
  • Halte sie kurz (3–5 Minuten); sie ist eine Geste des Loslassens, nicht für lange Sitzungen gedacht.
  • Drücke die eingeklappten Finger bei Arthrose oder Handschmerzen nicht fest zusammen.

Vollständige Anleitung lesen (Englisch)

Häufige Fragen

Was ist die Karana Mudra?

Karana Mudra ist eine Handgeste, bei der der Daumen Mittel- und Ringfinger eingeklappt hält, während Zeigefinger und kleiner Finger gestreckt bleiben. Im Buddhismus wehrt sie Böses und Hindernisse ab; im Yoga dient sie dazu, Sorgen loszulassen.

Was bedeutet die Karana Mudra im Buddhismus?

Sie ist die Geste, die Dämonen, Krankheit und negative Energie vertreibt und innere Hindernisse wie Angst und Wut beseitigt.

Wie lange sollte ich die Karana Mudra halten?

Etwa 3–5 Minuten. Sie ist eine kurze Geste des Loslassens; für längere Meditation folgt am besten eine ruhigere Mudra.

Welche Wirkung hat die Karana Mudra?

Traditionell soll sie helfen, Sorgen und negative Gedanken loszulassen und sich geschützt und ruhig zu fühlen. Das sind überlieferte, keine medizinischen Wirkungen.

Ist die Karana Mudra dasselbe wie das „Rock-Zeichen“ (Pommesgabel)?

Die Handform ist sehr ähnlich. Im Buddhismus und Yoga ist sie eine ruhige, schützende Geste; in Italien gilt sie als Abwehrzeichen gegen den bösen Blick.

Wie schreibt man Karana Mudra im Sanskrit?

In Devanagari wird sie करण मुद्रा geschrieben – die Geste, die Negatives abwehrt oder vertreibt.

Mudras sind eine traditionelle Praxis für Konzentration und Entspannung. Die Forschung zu konkreten gesundheitlichen Wirkungen ist begrenzt; nutze sie ergänzend zur ärztlichen Behandlung, nicht statt ihrer.

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